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Fortbildung
Thema: Wundversorgung leicht gemacht
"Wundversorgung" wenn wir uns die demographische Entwicklung unseres Landes betrachten, und die dadurch bedingte Zunahme von Wunden bzw. chronischen Wunden. Wird das Thema "Wundversorgung" ein immer größerer Faktor im Bereich der Patientenbehandlung. Das bedeutet eine Vielzahl an Wunden, und eine noch größere Anzahl an Produkten die zum Einsatz kommen könnten. Doch wie soll man sich im Dschungel dieser Möglichkeiten zurechtfinden? Mit praxisnahen Konzepten laden wir Sie ein genau das herauszufinden.
Inhalt:
• Die Wunduhr
• Das TIME Konzept
• PICO neues in der Wundversorgung
Thema: Expertenstandard chronische Wunde
Die chronische Wunde bedeutet für den Betroffenen zusätzlich zu den körperlichen Beschwerden eine Einschränkung seiner Lebensqualität. Insbesondere Schmerzen, Mobilitätseinschränkungen sowie Belastungen durch Gerüche und Wundexsudat sind die häufigsten und gravierendsten wund- und therapiebedingten Einschränkungen aus Patientensicht. Was der Expertenstandard beinhaltet, welche Bedeutung er hat und wie man ihn konkret umsetzt, vermittelt Ihnen in dieser Veranstaltung Frank Schümmelfeder, Mitglied der Expertenarbeitsgruppe „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ – Profiwissen aus erster Hand!
Inhalt:
• Aufbau und Inhalte des Standards
• Instrumente zur Umsetzung
• Pflegeanamnese und Wundassessment
• Hygienische Aspekte
Thema: Die Qual der Wahl im Wundmanagement - Kriterien für die Auswahl von Wundauflagen
Eine chronische Wunde bedeutet für den Betroffenen zusätzlich zu den körperlichen Beschwerden eine Einschränkung seiner Lebensqualität. Kennzeichnend dafür sind eine Belastung des sozialen Umfeldes und der Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben. Im Vordergrund der Versorgung steht also der Patient und nicht die Wunde, auf die sich Betroffene oft reduziert fühlen. Die Wundauflage sollte vom Patienten akzeptiert und als möglichst bequem empfunden werden. Diverse Entscheidungskriterien, z. B. Wundheilungsphase, Gerüche, Exsudatmenge, Wundrand/-umgebung, Schmerzen, sind maßgeblich für die Auswahl einer individuell angepassten Wundversorgung. Diese werden im Vortrag "Die Qual der Wahl im Wundmanagement" vorgestellt.
Thema: Schmerzvermeidung in der Wundversorgung
Schmerzen sind ein Warnsignal des Körpers, das uns auf Gefahren aufmerksam macht. Sie sind eine häufige Begleiterscheinung chronischer Wunden. Schmerzerleben und Schmerzerwartung senken die Lebensqualität des Patienten. Sie behindern sein Wohlbefinden und wirken sich auf diese Weise zusätzlich negativ auf die Abheilung der Wunde aus. Ein effizientes Schmerzmanagement ist also ein wesentlicher Teil der Wundbehandlung.
In diesem Workshop werden verschiedene Assessmentinstrumente zur Schmerzanamnese und auch Hilfestellungen zur Schmerzvermeidung, insbesondere beim Verbandwechsel, vorgestellt.
Einem schmerzfreieren Patienten ist es eher möglich, seinen Teil zu einer erfolgreichen Therapie beizutragen.
Deshalb ist zu beachten: Betroffene benötigen von den Behandelnden Verständnis, Zuspruch und Einfühlungsvermögen. Schmerzen sind immer ernst zu nehmen!
Thema: Silber in der Wundbehandlung
Inhalt: Die bakterizide Wirkung von Silberionen freisetzenden Wundauflagen bei der Behandlung kritisch kolonisierter und infizierter Wunden ist unbestritten. Mit welchen Keimen haben wir es zu tun und warum soll gerade Silber wirken? Diese Fragen werden uns Herr T. Keller, Mikrobiologe aus Solothurn, Schweiz und Dr. med. A. Grünerbel, Diabetologe aus München, beantworten.
Termin: 07. März 2012, 15:30 bis 19:30 Uhr Ort: Fachklinik für Innere Medizin, Naturheilverfahren München Harlaching Hörsaal Seybothstrasse 65, 81545 München
Programm:
15:30 - 16:00 Begrüßungskaffee
16:00 - 17:00 "Bakterien und Silber- zwei natürliche Feinde", T. Keller
17:00-17:20 Pause 17:20 - 18:00 "Diagnostik und Therapie beim diabetischen Fußsyndrom", Dr. med. Grünerbel
18:00 - 18:30 Fallbeispiele: Praktische Anwendung von Silber
18:30 - 19:00 Diskussion
Thema: besser helfen - besser heilen (zeitgemäßes Wundmanagement)
Zielgruppe: Hausärzte und Fachärzte
Examinierte Pflegefachkräfte

Die Ziele/Inhalte: Wundversorgung und Überleitungsmanagement Hand in Hand

Inhalt: Menschen mit chronischen Wunden werden häufig nicht angemessen versorgt. Dies gilt für unterschiedliche Versorgungsbereichen wie z. B. Krankenhaus oder häuslichen Versorgung. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Wunde, ihre Lebensqualität und Rezidivbildung. Dies führt zu einer Kostensteigerung und stärkeren Inanspruchnahme des Gesundheitssystems.

Kompetentes Wundmanagement eingebettet in eine koordinierte Überleitung führt zu einer fachgerechten Versorgung und zu besseren Ergebnissen
Zeitrahmen: 4 Stunden
Thema: NPWT-Expertenkurs 1+2
Zielgruppe: : Dieser Kurs richtet sowohl an diejenigen, die bisher keine oder nur wenig Erfahrung im Umgang mit der Vakuumversiegelung haben als auch an Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte im ambulanten und stationären Bereich, die bereits über ein fundiertes Wissen in der Anwendung der Vakuumversiegelung verfügen und dieses Wissen ausbauen möchten. In diesem Kurs werden Inhalte der modernen Wundversorgung sowie eine sach- und fachgerechte Anwendung der NPWT vermittelt, um für die Arbeit am Patienten auf Expertenniveau gerüstet zu sein.
Inhalte:
  • Moderne Wundversorgung
  • Wundbehandlung
  • Grundlagen der NPWT
  • NPWT in der Anwendung
  • Leistungsabrechnung
  • Patientenvorstellung
  • Workshops etc.
Zeitrahmen: 7,5 Stunden
Thema: Diabetisches Fußsyndrom
Zielgruppe: Examinierte Pflegefachkräfte, Ärzte, Podologen, u.a.
Ziele/Inhalte: In der Fortbildung zum "Diabetischen Fußsyndrom" werden folgende Inhalte erörtert:
  • Definition
  • Entstehungsursachen
  • Symptome
  • Diagnostik
  • Wagner-/Armstrongklassifikation
  • Rezidivprophylaxe
Zeitrahmen: 3 Stunden
Thema: Kompressionstherapie
Zielgruppe: Examinierte Pflegefachkräfte, Ärzte, u.a.
Ziele/Inhalte: In der Fortbildung zum Thema "Kompressionstherapie einfach und praxisnah" werden folgende Inhalte erörtert:
  • Indikationen/Kontraindikationen der Kompression
  • Wirkweise
  • KADI-Messung
  • Anziehhilfen
  • Verordnung
  • Pflege und Umgang mit den Materialien
  • Grundlagen der Wickeltechnik
  • Binden- und Strumpfsysteme
  • Intermittierende Kompression
  • Praktische Übungen
Zeitrahmen: 5 Unterrichtstunden
Thema: Wunddokumentation
Zielgruppe: Examinierte Pflegefachkräfte, u.a.
Ziele/Inhalte: In der Fortbildung zur "Wunddokumentation" werden folgende Inhalte erörtert:
  • Voraussetzungen
  • Probleme
  • Pflegerische Anamnese
  • Wundspezifisches Assessment
  • Grundlagen der Fotodokumentation
  • Praktische Übungen zur Umsetzung
Zeitrahmen: 4 Stunden
Thema: Hygienische Grundlagen in der Wundversorgung
Zielgruppe: Examinierte Pflegefachkräfte, Ärzte, u.a.
Ziele/Inhalte: In der Fortbildung zum Thema "Hygienische Grundlagen in der Wundversorgung" werden folgende Inhalte erörtert:
  • Grundlagen
  • Schutzkleidung und persönliche Hygiene
  • Händedesinfektion
  • Umgang mit Wundspüllösungen/Antiseptika nach Anbruch
  • Wundbäder/Duschen?
  • Ablauf eines hygienischen Verbandwechsels ambulant und stationär: Vorbereitung, Durchführung, Nachsorge
Zeitrahmen: 3 Stunden
Thema: Transparentes Qualitätsmanagement in der Wundversorgung zum Ausschluss von Haftung und schadenersatzrechtlichen Regressen
Zielgruppe:Examinierte Pflegefachkräfte, Ärzte, u.a.
Ziele/Inhalte: Das Recht definiert den Standard und setzt Grenzen; oft Meilensteine für Patienten und Gesundheitseinrichtungen mit ärztlich-pflegerischem Fach- und Assistenzpersonal. Die therapeutische Pflicht zu Maßnahmen der Qualitätssicherung ist dabei im Sozialgesetzbuch verbindlich normiert.
Das weite Spektrum unterschiedlicher Wundversorgungssysteme verleitet nicht selten dazu, den auf erste Sicht kostengünstigen Weg zu wählen. Hierzu ist festzuhalten, dass jedem Patienten ein Rechtsanspruch auf sichere Versorgung nach den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft zukommt.
Dies beinhaltet, vermeidbare Wundheilungsstörungen auszuschließen und die Zeitdauer des Heilungsprozesses nicht durch weniger geeignete Maßnahmen gesundheitsgefährdend zu verlängern.
Haftungsrechtliche Folgen wie auch Regresse der Kostenträger in Komplikationsfällen sind vermeidbar, wenn in der Wundversorgung fortgebildete Ärzte und geschulte pflegerische Fachkräfte nachweislich die im Einzelfall angemessene Wundversorgung entsprechend der patienten- und diagnostisch- wie therapeutisch-bezogenen Vorgaben sachgerecht und risikominimierend umsetzen.
Eine so verstandene Qualitätssicherung mit transparenter Dokumentation des abgesicherten Versorgungs- und Leistungsspektrums schafft Patientenzufriedenheit und schließt Risiken von Regress und Haftung sicher aus.
Zeitrahmen:
3 Stunden
Thema: Moderne Wundauflagen und deren Erstattung
Zielgruppe: Examinierte Pflegefachkräfte, Ärzte, u.a.
Ziele/Inhalte:
Vortrag I: Die Qual der Wahl im Wundmanagement – Kriterien für die Auswahl von Verbandstoffen
Die Herausforderungen einer zeitgemäßen Betreuung und Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden stellen neue Ansprüche an die Versorger.
Das Material gewährleistet idealerweise einen atraumatischen Verbandwechsel und eine einfache Handhabung. Die Auswahl der Wundauflage sollte sich zudem auch an wirtschaftlichen Kriterien orientieren.
Wundheilungsstadium und -phase, Exsudatmenge, Infektionsanzeichen bzw. Vorliegen einer Infektion, Wundreinigung, Hautzustand (z.B. Entscheidung ob mit/ohne Kleberand), Schutz des Wundrandes, Binden von Gerüchen, all dies muss bei der Auswahl des Materials beachtet werden.

Vortrag II: Können wir uns eine zeitgemäße Wundtherapie leisten?
In diesem Vortrag werden die Kosten der modernen Wundversorgung genauer beleuchtet, sowie der Nutzen aber auch die finanziellen Risiken des modernen Wundmanagements für Ärzte, Kliniken und Pflegedienste, kritisch betrachtet.
Zeitrahmen: 4 Stunden
Thema: Wundinfektion und Hygiene in der Wundbehandlung
Zielgruppe: Examinierte Pflegefachkräfte, Ärzte, u.a.
Ziele/Inhalte: Die bakterizide Wirkung von Silberionen freisetzenden Wundauflagen bei der Behandlung kritisch kolonisierter und infizierter Wunden ist unbestritten. Trotzdem wird der Einsatz immer wieder diskutiert.
Mit welchen Keimen haben wir es zu tun und welche Therapieoptionen stehen uns zur Verfügung?
Zeitrahmen: 4 Stunden
Thema: Silber ist Gold
Ziele/Inhalte: Resistenz und Toleranz bei Bakterien-Ist Silber mehr als ein Edelmetall ?
Antibiotika werden seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt; viele Bakterienarten haben jedoch gelernt, sich durch Resistenzen zu schützen.
Das „natürliche Antibiotikum“  Silber (in der aktiven Form als Ag+) wird seit dem Altertum als Heilmittel verwendet. Die Wirkungsweise von Silber ist verschieden gegenüber den klassischen Antibiotika. Dieser spezifische Mechanismus macht Silber so einzigartig. Um sich gegen Silber zu „wehren“, haben v.a. die resistenten Bakterienstämme die Fähigkeit entwickelt, eine höhere Menge an Silber zu verarbeiten, bevor sie abgetötet werden („Toleranz“).
Resistenzen bei Anwendung von Silber wurden bis heute keine nachgewiesen. Entscheidend ist jedoch die richtige Dosierung der Silbermenge, damit auch Bakterien, die eine erhöhte Toleranz gegenüber Silber haben, innert kürzester Zeit getötet werden.
Als modernstes Silberprodukt gilt heute Acticoat®, das durch ein spezielles physikalisches Verfahren  hergestellt wird. Dies erlaubt eine sehr hohe Konzentration an Ag+-Ionen, die nach den herkömmlichen Verfahren nicht erreicht werden kann. Speziell gegen MRSA-und andere resistente Keime erweist sich dies als schlagkräftige Waffe.
Zeitrahmen: 4 Stunden
Thema: Wunde? Schwamm drüber!
Ziele/Inhalte: Innovative Versorgungskonzepte für jede Wunde
Vorläufiges Programm:
09:30 Uhr Einlass/Begrüßungskaffe
10:00-10:15 Uhr Begrüßung/Einleitung Dr. Goost
10:15-11:15 Uhr Die WundUhr - phasengerechte Wundbehandlung Dr. Riepe
11:30-12:30 Uhr Debridement mit Hydrochirurgie
                        Hautersatzmaterialien Dr. Fuchs
12:30-13:00 Uhr Mittagspause
13:00-14:00 Uhr NPWT – Möglichkeiten und Grenzen Dr. Goost
14:15-15:00 Uhr DRG/OPS ? - Tipps und Hilfen für die Abrechnung H. Kuhlmann
Wissenschaftliche Leitung:
Dr. med. Hans Goost: leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Bonn, Sigmund-Freud-Str. 25, 53127 Bonn
Referenten:
PD Dr. med. Gunnar Riepe: Chefarzt des Zentrums für Gefäßmedizin und Wundbehandlung, Stiftungsklinikum Mittelrhein
PD Dr. med. Paul Fuchs: leitender Oberarzt der Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Universitätsklinikum Aachen
Harald Kuhlmann: Teamleader Market Access, Smith & Nephew
 
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